Lehrkräfte in Bad Essen trainieren Wiederbelebung – „Prüfen, rufen, drücken“

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In der Aula der Oberschule Bad Essen haben Lehrkräfte von Oberschule und Gymnasium an einem Auffrischungs-Workshop zur Reanimationsschulung teilgenommen. So können diese ihr Wissen jedes Jahr wieder an ihre Schülerinnen und Schüler weitergeben.

Durchgeführt wurde die Schulung von Dr. Andreas Atzeni und seinem Team: „Es gibt jeden Tag im Durchschnitt 200 erfolglose Wiederbelebungen in Deutschland. Das wäre als würde jeden Tag ein Flugzeug abstürzen und das können wir nicht hinnehmen“, sagt er. „Prüfen, rufen, drücken. Der Dreisatz ist kinderleicht. Hauptsache man beginnt direkt mit der Reanimation“, so Atzeni.

Foto: privat

Schulleiterin Heike Oberkötter erläuterte den Ansatz ihrer Schule: „Wir haben das Thema fest in unsere Projektwochen integriert – Leben retten ist für uns im wahrsten Sinne Herzensangelegenheit.“ Ihr besonderer Dank gilt der Björn-Steiger-Stiftung, die die Übungs-Defibrillatoren und die Reanimationspuppen zur Verfügung gestellt haben, ohne die das Projekt nicht funktionieren würde.

Auch Simon Borgers, Dezernent beim Regionalen Landesamt für Schule und Bildung Osnabrück war bei dem Workshop mit dabei: „Das was Sie auf die Beine gestellt haben, passt hervorragend zum UN-Nachhaltigkeitsziel Gesundheit und Wohlergehen. Es ist wesentlich, dass neben dem Unterricht solch wichtige Kompetenzen wie Wiederbelebung in unseren Schulen erlernt werden“, betonte er.

„Aus dem ersten Gespräch mit Heike Oberkötter und Andreas Atzeni ist eine parlamentarische Initiative im Landtag entstanden, damit ‚Kinder retten Leben‘ fester Bestandteil im Lehrplan wird“, sagte der Landtagsabgeordnete Thomas Uhlen. Zugleich hob er das Engagement vor Ort hervor: „Mein Dank gilt den motivierten Lehrkräften in Bad Essen – ohne ihre Bereitschaft, sich fortzubilden und das Thema in den Unterricht zu tragen, bleibt jede politische Initiative nur Papier.“